Mit Cloud Computing IT-Infrastrukturen zugänglich machen

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In diesem Gastartikel schreibt Christian Arno recht allgemein über das Thema Cloud Computing. Er erläutert den Begriff, schreibt über die Vorteile von Cloud Computing und geht auch kurz auf Private und Public Clouds ein.

Cloud Computing steht im Deutschen für den Begriff Rechnerwolke. Über ein Netzwerk werden mehrere IT-Infrastrukturen zugänglich gemacht. Dazu zählen Rechenkapazitäten genauso wie Datenspeicher, Netzwerkkapazitäten und Software-Anwendungen. Je nach Bedarf ist die Kapazität dynamisch anzupassen, also hochskalierbar. Damit sind Nutzungsschwankungen bei gleichzeitiger Beschränkungen der eigenen Infrastruktur kein Problem mehr. Das Geschäft läuft ungehindert weiter und die reibungslose Kommunikation ist sichergestellt. Die Instanzen, die in einer Cloud arbeiten, können Leistungen selbst erhöhen und wieder reduzieren, und zwar beliebig.

Daten in der Wolke


Der Begriff Cloud Computing erklärt sich aus einem abstrakten Bild. Für Nutzer schwebt die virtualisierte IT-Landschaft wie in einer Wolke. Diese Wolke ist von überall her zugänglich. In Netzwerkdiagrammen ist dieses Bild sehr bekannt. Ein Wolkenumriss stellt hier als Abstraktum einen unspezifischen Teil des Internets dar.

Online-Zugriff auf Dateien und Software von überall auf der Welt

Gerade für Unternehmen, die täglich mit dem Internet arbeiten, bietet sich das Cloud Computing an. Dadurch sind Dateien bequem an einem Ort abrufbar und für alle mit Zugangsberechtigung von jedem Ort der Welt aus verfügbar. Dabei ist es gleich, wie groß die Anzahl der Dateien ist. Der Speicherplatz wächst mit dem Bedarf. Die Abrechnung für die Dienstleistung erfolgt nach tatsächlich in Anspruch genommener Leistung. Kundenanwendungen stehen zur Verfügung und müssen erst nach Gebrauch bezahlt werden. Der Abruf der Leistungen erfolgt also nach akutem Bedarf für Betriebssysteme, Entwicklungs-Tools, Anwendungen und auch die Middleware.

Auch kleinere Firmen profitieren von Cloud Computing Services, weil sie häufig zu Beginn ihrer Geschäftstätigkeit nicht über die nötige Infrastruktur ihrer IT im eigenen Haus verfügen. Da Software, Dokumente und Anwendungen an einem Ort in der Wolke gespeichert sind, ist der Zugriff problemlos möglich. Geschäftsinhaber müssen sich nicht mit dem Kauf unterschiedlichster Programme beschäftigen. Sie sichern sich die IT-Infrastruktur durch einen Service Dienstleister. Dank der Qualitätssicherung und stetiger Kontrolle durch die Serviceanbieter ist die Nutzung der Infrastruktur in der Wolke vergleichsweise ausfallsicher.

Der Anbieter-Wettbewerb ermöglicht die freie Auswahl bei Angeboten

Der Wettbewerb auf dem Markt der Cloud Computing Services ist groß. So bietet sich für einen Anwender ein großes Wettbewerberangebot, das Wahlmöglichkeiten offen lässt. Die Services zum Cloud Computing werden individuell ausgewählt und gebucht bzw. die Leistungen und die Software angemietet. Komplette Prozesse lassen sich bequem aus einer Hand managen. Investitionen in eine eigene Rechner- und Datenzentrumsinfrastruktur sind damit obsolet.

Redundanz vermeiden, Arbeitsfluss sichern


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International agierende Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter auf zentral abgelegte Dokumente zugreifen, so dass der Arbeitsfluss gewahrt bleibt. Redundante Dokumente und Arbeitsschritte lassen sich damit vermeiden. Auch das Warten auf die Zusendung von Dokumenten entfällt, da sie jederzeit online in ihrer aktuellen Fassung abrufbar sind.

Sicherheitsvorkehrungen werden bei Cloud Computing Dienstleistern groß geschrieben, um Hackern keinen Zugriff auf sensible Daten zu ermöglichen. Die Absicherung von Zugriffen auf Daten, vor allem beim Transfer, stellt eine tägliche Herausforderung dar. Mit SSL und TSL-Verschlüsselungen sind gute bewährte Methoden aktiv. Die Entwicklungen bezüglich Datensicherheit schreiten voran.

Private Rechnerwolken und gemeinsam genutzte Wolken

Sogenannte Private Clouds – private Rechnerwolken – haben sich zwischenzeitlich durchgesetzt. Hierbei handelt es sich um Anwendungen und Rechnerleistungen bzw. Datenspeicher, die über das firmeneigene Intranet zugänglich sind. Innerhalb der eigenen Organisation wie einer Behörde oder eines Vereins bzw. Unternehmens werden Zugriffsrechte erteilt. Hybrid Clouds verbinden die Vorteile der Private Clouds mit dem freien Zugriff der Public Clouds. Der Zugang wird nutzerorientiert vergeben. Teilen sich Universitäten, Forschungsgemeinschaften oder Behörden eine Rechnerwolke, dann handelt es sich um die sogenannte Community Cloud. Der Nutzerkreis ist kleiner als bei der Public Cloud. Im Gegensatz zur Private Cloud teilen sich hier Beteiligte die Kosten für den Zugriff auf die virtualisierte IT-Infrastruktur.

Manche Anbieter setzen auch Poolingeffekte ein. Dabei nutzen sie Ressourcen gemeinsam mit anderen Unternehmen. Kostenvorteile lassen sich damit erwirtschaften. So ist es heute möglich, keine eigene Software und Datenspeicher mehr zu betreiben, sondern alles anzumieten und nach Bedarf zu erweitern. Die Leistung kann sowohl von einem einzigen als auch von mehreren Dienstleistern angeboten werden. Meist sind diese Dienstleister geografisch weit entfernt, was dank Internet keine Rolle spielt.

Mitte der 2000er Jahre begann die Entwicklung

Vorreiter für das Cloud Computing waren Internetunternehmen wie Yahoo, Google und auch der Onlinehändler Amazon. Um für den rasant wachsenden Markt in ihrem Geschäftsfeld gewappnet zu sein, mussten schnell wachsende Systeme her. Spitzenauslastungen in der Vorweihnachtszeit beispielsweise wurden damit beherrschbar. IT-Architektur und Anwendungen wurden ausgelagert. Amazon zog aus den eigenen Lehren Kapital. Schnell-bewegliche Teams waren hier Mitte der 2000er Jahre damit beauftragt, neue Funktionalitäten gangbar zu machen. Dies funktionierte auf Grundlage der eigenen Cloud-IT-Struktur. Die Lösung wurde fortan auch extern angeboten unter dem Begriff Cloud Computing. Die Skalierung von Anforderungen wurde das Zauberwort für gut funktionierende IT-Infrastruktur in den boomenden Geschäftsfeldern des Internets.

Über den Autor

Christian Arno ist der Gründer von Lingo24, einem Übersetzungsunternehmen, das professionelle Übersetzungen anbietet. Folge Christian auf Twitter unter @l24de.

Ein Kommentar

  1. Naja, immer ein gewisses Risiko, finde ich.

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