In den vergangenen vier Teilen dieser Backup-Reihe bin ich bereits auf vier W-Fragen eingegangen: Warum?, Was?, Wohin? und Wann? Nun geht es noch um das Wie? und Womit? und damit sind die W-Fragen erstmal abgeschlossen.
Da ich in dieser Artikelreihe grundsätzlich über das Thema schreiben möchte, werde ich hier keine Produktvergleiche durchführen. Stattdessen teile ich in Software-Kategorien ein. Konkrete Produktvorstellungen kommen dann später einmal, aber außerhalb dieser Artikelserie.
Womit sichern Selbständige ihre Daten?
Unter Selbständige verstehe ich Einzelpersonen und Kleinstunternehmen mit ein paar 400 EUR Jobbern und vielleicht noch Familienangehörigen im Unternehmen. Nicht mehr als 5 Personen. Von der Hardware-Ausstattung gibt es PCs, Laptops, mobile Geräte und wenn´s hoch kommt einen Windows SBS Server.
Wie sichert diese Gruppe ihre Daten? Hier mal drei mögliche Einteilung, ohne in Details zu gehen:
- Überhaupt nicht
- Wichtige Daten werden gelegentlich von Hand kopiert
- Regelmäßige Sicherung mit einem geeigneten Programm
Ich habe hierüber leider keine Zahlen, aber aus meinem Umfeld weiß ich, dass viel zu häufig nur gelegentlich eine Sicherung durchgeführt wird. Ob das jetzt 10% oder 30% sind ist mir jetzt nicht wichtig. Wichtig ist mir dagegen, dass sich jeder Selbständige Gedanken dazu macht und kritisch fragt, ob die aktuelle Backup-Strategie der Wichtigkeit der Daten angemessen ist.
Der Anteil der überhaupt nicht sichert beträgt hoffentlich 0%, wobei ich vermute, dass es das öfter gibt, als ich mir vorstellen kann und möchte.
Sicherung von Hand vs. Automatisierung
Wer derzeit händisch von Zeit zu Zeit sichert, kann sich mal fragen, ob diese Sicherungen dann wirklich oft genug durchgeführt werden. Was wäre, wenn wirklich alle Daten seit der letzten Sicherung weg wären? Häufig ist der Zeitraum viel zu groß, denn im Tagesgeschäft gibt es dringendere Dinge und es wird schon nichts passieren…
Bei der Sicherung von Hand besteht außerdem die Gefahr, dass versehentlich in die falsche Richtung kopiert wird. Das heißt aktuelle Daten werden mit der Sicherung überschrieben. Und dann ist die Ka*** am dampfen! Denn eine gelöschte Datei kann noch aus dem Papierkorb geholt werden, aber eine überschriebene ist überschrieben! Das lässt sich nicht mehr rückgängig machen.
Aus diesen Gründen sollte möglichst ein Automatismus gefunden werden.
Womit sichern? Software-Kategorien
Es gibt sehr viele Programme, mit denn sich eine Datensicherung einrichten lässt. Ich möchte sie in folgende Kategorien einteilen:
- Bordmittel des jeweiligen Betriebssysstems: Sowohl für Windows PCs als auch für Windows Server gibt es Backup Funktionalität direkt von Microsoft mitgeliefert. Bei Linux/Unix gibt es mächtige Kommandozeilen Tools für diese Zwecke und Mac OS ist bekannt für die Time Machine.
- Kostenlose Backup-Programme
- Kommerzielle Backup-Software
Wie schon gesagt, soll diese Reihe das Thema Datensicherung grundsätzlich behandeln. Daher stelle ich hier keine konkreten Produkte vor. Dafür werde ich dann eigene Artikel erstellen.
Ok, die Time Machine von Apple ist ein konkretes Produkt, aber mehr kann ich zu Macs ohnehin nicht sagen.
Fazit und Ausblick
Die erste Regel der Datensicherung ist, dass sie überhaupt gemacht wird – und zwar regelmäßig. Hier hilft es eine Automatisierung einzurichten, damit es nicht beim guten Vorsatz bleibt.
Bei der Suche nach einem Backup Programm kann man von der Anzahl an Möglichkeiten fast erschlagen werden. Ich werde demnächst Windows Bordmittel genauer beleuchten. Danach kann ich bei der Vorstellung weiterer Produkte aufzeigen, welchen Mehrwert diese gegenüber den Bordmitteln bieten.
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In dieser Reihe geht es mit einer Sache weiter, die beim Thema Backup immer viel zu kurz kommt: die Wiederherstellung. Was nützt das schönste Backup, wenn aus irgendwelchen Gründen die Wiederherstellung nicht klappt. Was für Gründe das sein können, erzähle ich beim nächsten mal.

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